Ein paar Tage ohne Smartphone – Tag 5 und alles danach

Ein paar Tage ohne Smartphone - back to the roots. Danke @unsplash für das Foto

Smartphonepause Tag 5

Ab jetzt wird es anstrengend. Ich erinnere mich schneller als mir lieb ist, wie das Gefühl war, so ganz unmittelbar zu der Zeit als die ersten Handys überhaupt erschienen. Ja, damals hießen die Dinger noch Handys! KEINE Smartphones. Erreichbarkeit. Etwas in der Hand haben, wenn einem langweilig ist. Und wenn es nur das grunzdämliche Snake ist, dass man früher bei Regen an einer Busstation gespielt hat, während man wusste das man gerade den bescheuerten Bus verpasst hatte und nun gefühlt die doppelte Zeit auf den Nächsten warten musste.

Ist das Ganze ein Rückfall? Finde ich jetzt ausreden, um mir die Vorfreude auf mein Smartphone, welches bald zurück kommt zu rechtfertigen? Kann alles sein. Genervt hat es mich trotzdem just in dem Augenblick wo Erreichbarkeit wichtig gewesen wäre. Zudem ich schnell gemerkt habe, dass ich auch viele Dinge unterwegs erledige, die ohne mein Galaxy nur über Umwege und mit zum Teil doofen Zeitverzögerungen möglich wurden.

Und last but not Least: Es fehlte mir besonders beim Radfahren. Ich nutze das Teil nicht nur zum Tracken meiner Strecke via Runtastic, sondern bilde mich währenddessen mit Hörbüchern fort.

Das Smartphone ist zurück. Endlich?

An einem Freitagnachmittag war es dann so weit. Das Smartphone war aus der Reparatur zurück. Trotz des nervigen letzten Tages mischte sich zu der Vorfreude auch ein Gefühl der Wehmut mit bei. Denn der große Teil der Zeit ohne Smartphone, war ja eher positiv als negativ. Würde ich wieder zurück in alte Verhaltensweisen fallen? Und wenn ja, wie schnell?

Sehr schnell. Eigentlich von der ersten Sekunde weg. Leider. Sobald ich das Gerät in der Hand hatte, habe ich es nicht mehr weg gelegt. Da werden plötzlich wieder E-Mails doppelt und dreifach gecheckt, Facebook 5x am Tag genauso sinnfrei geöffnet wie ein Kühlschrank, wenn einem langweilig ist und sobald man alles durchgeschaut hat, fängt man entweder von vorne an, oder öffnet Apps die man sonst eher selten nutzt.

Fazit der letzten Tage:

Die Frage die ich in meinem letzten Beitrag unbeantwortet gelassen habe, muss ich mit einem klaren Ja beantworten. Zumindest beruflich. In meiner Freizeit, die relativ fliessend in mein berufliches Schaffen übergeht, versuche ich das Teil mittlerweile auch mal stecken zu lassen. Das funktioniert von Tag zu Tag erfolgreicher. Natürlich nicht immer und vor allem nicht in der Anfangszeit. Da musste ich wohl etwas nachholen.

Insgesamt hat die Zeit ohne Smartphone mir sehr geholfen. So versuche ich in persönlichen Gesprächen mehr zuzuhören und auf mein Gegenüber einzugehen, als ich es vielleicht vorher getan habe. Es macht mir weniger aus, auch mal ohne Handy aus dem Haus zu gehen und ich fühle mich trotz des nach wie vor intensiven Einsatzes nicht mehr so abhängig.

Wie ist das mit Euch: Würdet Ihr auch eine Woche auf Euer geliebtes Handy verzichten können? Habt Ihr schon Erfahrungen damit gesammelt wie es ohne ist? Lasst mich in den Kommentaren wissen wie ihr darüber denkt.

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