Ein paar Tage ohne Smartphone – Tag 3 & 4

Tage ohne mein Smartphone - thx@unsplash

Smartphonepause Tag 3 & 4

Jetzt habe ich es das erste mal gemerkt. Während ich auch am dritten Tag nicht wirklich etwas vermisst habe, habe ich mich heute morgen mit einer Geschäftspartnerin getroffen. Ich habe sie etwas missverstanden und den Treffpunkt nicht sofort gefunden. Was bleibt war ihr morgens via Facebook zu schreiben, was ich meiner Meinung nach verstanden hatte und das ich jetzt dort hinfahren werde. Also ein wenig wie früher und eher auf gut Glück. Deswegen war ich aber nicht unbedingt nervös, oder wollte die ganze Zeit zum Handy greifen. In aller Ruhe habe ich mir vor Ort einen Café bestellt und darauf vertraut das es schon stimmen wird. Das hat mich schlagartig an früherer Zeiten erinnert, wo wir uns als Kinder und Jugendliche irgendwo verabredet haben. Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir uns auch nur ein einziges Mal verpasst haben. Ja, selbst Verspätungen von bis zu 15 – 30 Minuten waren kein großes Problem und man wurde deswegen nicht unbedingt zum ungeduldigen Volltrottel, oder wie ich heute sagen würde: Whattsapp-Facebook-E-Mails-Und-Wenn-Es-Besonders-Langweilig-Wird-Noch-Mal-Schnell-Ein-Food-Selfie-Zombie.

Und wieder habe ich das Smartphone eigentlich nicht vermisst. Vielleicht ein bisschen auf der Autofahrt weil ich gerne Hörbücher höre, anstatt das doofe Radio. Aber sonst: Nö. Nada. Nix.

Witzig. Während ich diese Zeilen schreibe, erhalte ich eine E-Mail das mein Handy beim Reparaturservice eingetroffen ist. Das bedeutet das es nun binnen 24std. repariert ist und anschliessend auf dem Postweg zurück geschickt wird. Es kann also sein das ich bereits Ende dieser Woche das Gerät wieder in den Händen halte. Eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut, dass dieses unfreiwillige Experiment schneller vorbei sein kann als mir lieb ist, macht sich breit. Merkwürdige Kombination. Wie kann man sich gleichzeitig freuen und dann auch wieder nicht? Woher kommt mir das bekannt vor?

Fazit der letzten Tage:

Die provokante Frage „Brauche ich überhaupt noch ein Smartphone?“ wird in meinem Kopf immer lauter.

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